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Muzej/Museum Peršman

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PERŠMAN – PROCES

Puppentheater und Künstler*innengespräch

Das Stück „PERŠMAN PROCES“ beschäftigt sich mit den Nachwirkungen des Massakers am Peršmanhof auf die Überlebenden, die Partisan*innen, die Verdächtigten und die Täter. Der Text basiert auf den Gerichtsakten der Prozesse, welche in den Nachkriegsjahren geführt wurden. Dieses Dokumentationspuppentheater reflektiert den Einfluss des Nationalsozialismus auf das gestrige und heutige Kärnten/Koroška und die slowenische Minderheit. Im Anschluss an die Aufführung findet ein Gespräch mit Julija Urban (Co-Regisseurin) und Tina Leisch (Verfasserin Orginaltext) statt.

24.06.2022 20.30 Uhr Peršmanhof

Spielerinnen:
Dunja Gregorič, Ela Ajda Grilc, Timna Katz, Janko Kumer, Jasmin Osojnik, Jan Lipej Pertsch
Režija/Regie: Ana Grilc und/in Julija Urban – feministisches Regiekollektiv Feminem MaxiPad
Puppen: Ana Grilc, Rihard Grilc, Julija Urban
Nach einem Text von Tina Leisch – Tina Leisch

„Sind plötzlich neue Richter vom Himmel gefallen? Oder sind es noch immer jene, die noch vorgestern die Buchstaben des Gesetzes zu Haken formten, um die geschlachtete Gerechtigkeit zu erhängen?“

Während des Zweiten Weltkriegs diente der Peršmanhof den Partisaninnen immer wieder als Stützpunkt. Im April des Jahres 1945 erwarteten dort rund 150 Partisaninnen das Kriegsende. Am 25. April griffen jedoch Mitglieder der vierten Kompanie des Polizeiregiments 13 und der SS unerwartet den Hof an. Die Partisan*innen zogen sich während des Angriffes zurück, doch die Zivilpersonen wurden zu Opfern der Attacke. Die Polizisten und SS-Männer ermordeten 11 Personen, vier Kinder überlebten zum Teil schwer verletzt. Die Nationalsozialisten steckten nach dem Massaker an der Familie den Hof in Brand.
Die Ermordung der Mitglieder der Familien Sadovnik und Kogoj war eines der letzten Kriegsverbrechen, die vonseiten der Nationalsozialisten an Zivilpersonen in Kärnten/Koroška verübt wurden.

Das Stück „PERŠMAN PROCES“ beschäftigt sich mit den Nachwirkungen des Massakers für die Überlebenden, die Partisan*innen, die Verdächtigten und die Täter. Der Text basiert auf den Gerichtsakten der Prozesse, welche in den Nachkriegsjahren geführt wurden. Dieses Dokumentationspuppentheater reflektiert den Einfluss des NS-Regimes auf das damalige und heutige Kärnten/Koroška und die slowenische Volksgruppe.